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Vertiefung: Offener Raum / Verletzlichkeit und Nähe

Intensivtraining für Fortgeschrittene

  • Du suchst eine Herausforderung, um Dich intensiv mit Dir und anderen auseinanderzusetzen?
  • Du wünschst Dir einen sicheren Rahmen, um mehr Verletzlichkeit und Nähe zu erleben?
  • Du willst zwei erfahrene Trainer, die nicht nur GFK-Kollegen, sondern auch Freunde sind, in gemeinsamer Leitung erleben und von ihnen Rückmeldung und Unterstützung bekommen?
  • Du bist bereits tief in die GFK eingestiegen (mind. 20 Seminartage)?

28. November – 2. Dezember 2017 (Di. ab 17 Uhr, Samstag bis 14 Uhr)

Leitungsteam: Klaus Kilmer-Kirsch (Niederkaufungen) und Thomas Stelling 

Ort: Allensbach am Bodensee, Radolfzeller Str. 84b 

TeilnehmerInnen: max 10 (2 freie Plätze)

Seminarbeitrag: 100-700 EUR (100 EUR Orga-Beitrag; darüber hinaus, was immer Du geben magst = Schenkökonomie) – Unterkunft und Verpflegung sind selbst zu organisieren

Zeiten: Di. 17-20 Uhr / Mi.-Fr. 9-19 Uhr (mit 2,5 h Mittagspause) / Sa. 9-14 Uhr

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Struktur:

Vormittags: „Offener Raum“

Der “offene Raum”, also ohne „formale Leitung“, im Plenum bietet unserer Erfahrung nach die effektivste Lernerfahrung, um die GFK, über das technische Anwenden hinaus, tiefer zu integrieren. Der Rahmen ist außergewöhnlich und herausfordernd: weder eine formale Leitung durch TrainerInnen, noch vorgegebene Strukturen oder feste Inhalte. Du gestaltest gemeinsam mit der Gruppe in jedem Moment selbst mit, was passiert. Du stehst für deine Bedürfnisse ein, verhandelst (oder klärst zuerst einmal) in der Gruppe deine und die Bitten der anderen. Dieser “offene Raum” ermöglicht das Erfahren von realistischen Aushandlungsprozessen und einen möglichst alltagsnahen Umgang mit der GFK (und unwillkürlich auftretenden Konflikten). Schnell begegnet man dabei den eigenen Mustern und gewohnten Verhaltensweisen. Jede Person praktiziert – vielleicht etwas bewusster – Empathie für sich und andere, kann wahrnehmen (oder entsprechende Rückmeldung bekommen), wenn dies nicht gelingt. Der offene Raum bietet die Chance, mehr Transparenz zu wagen im Zusammensein mit anderen Menschen, und somit auch entsprechende Erfahrungen mit dem eigenen authentischen Selbstausdruck zu machen.

Nachmittags: Prozessreflexion – und -rückmeldungen, ggf. empathische Unterstützung und Input

In diesen Tagen werden wir erforschen, was uns davon abhält, andere Menschen in unser offenes, ungeschütztes Inneres sehen zu lassen. Was aktiviert unseren Schutzmodus und lässt uns hinter einer unsichtbaren Mauer verschwinden? Wir werden uns unseren Schutzmechanismen zuwenden, die uns davon abhalten uns zu öffnen und wirkliche Nähe entstehen zu lassen.

Klaus schreibt zum Thema Verletzlichkeit und Nähe:

„Verletzlichkeit zu zeigen fühlte sich für mich lange Zeit wie der Widerspruch schlechthin an, weil ich es mit Schwäche, bzw. „schwach sein“ verwechselt habe. Verletzlich zu sein bedeutete für mich, mir selbst und anderen einzugestehen, dass ich nicht richtig bin. Und das ging gar nicht!

Zum Glück konnte ich nicht dauerhaft die Sehnsucht nach wirklicher Nähe und Berührung ignorieren. Doch es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, dass Verletzlichkeit ein wesentlicher Bestandteil für ein erfülltes Leben ist, dass sie der Weg ist, Nähe und Verbundenheit zu anderen Menschen herzustellen.

Mittlerweile hat sich mein Verständnis gewandelt. Inzwischen ist Verletzlichkeit für mich ein Ausdruck von Mut und Stärke die ich brauche, um meine Masken fallen zu lassen und meine Zweifel und Unsicherheiten offen zuzugeben.

So gelingt es mir inzwischen zwar nicht immer (jedoch immer öfter) das Risiko einzugehen, mein Herz in die Welt zu bringen, mich zu öffnen und mir hinter meine Schutzmauern schauen zu lassen.“

Stand: 22.11.2017